Der Glücksbegriff

Mir geht dieser Gedanke einfach nicht mehr aus dem Kopf.

Glück... Glück? Was ist eigentlich "Glück"? Was ist "glücklich sein"? Klar, so etwas wie einen Glücksbegriff gibt es nicht. Es ist viel zu individuell, um ihm eine Begrifflichkeit zuordnen zu können. Allerdings ist es auch so individuell, dass man meinen sollte, ein jeder könnte SEIN Glück beschreiben, SEIN Glück definieren - und wenn es nur im Ansatz ist.

Ich kann das nicht. Ich weiß nicht wie. Kann man Glück erfahren, wenn man keine Ahnung hat was sein eigenes Glück zumindest in etwa darstellen soll? Und wieder so eine Frage, auf die ich keine Antwort kenne. Eines weiß ich aber: eine Beziehung will ich nicht mehr zu Glück zählen. Zu oft wurde ich verletz. Zu oft wurde ich enttäuscht. So oft Hoffnungen zerstört. Nein, diesen Aspekt lasse ich besser außen vor. Es gibt da diesen Spruch: "zu jedem Topf gibt es einen passenden Deckel - ich bin ein Wok". Jaaaahh, ich weiß, dass dieser Spruch nicht stimmt, aber es ist nuneinmal genau das, was in mir vorgeht. Ich wüsste nicht, wie ich es besser beschreiben sollte.Ich könnte Glück versuchen anders zu definieren. Wenn ich mein Staatsexamen hab? Nein, das geht auch nicht. Die Marathonlernerei, der Stress, der Druck, das und noch mehr mindern jedes Glücksgefühl in dieser Richtung praktisch auf Null. Erfolge? Hmmm, geht auch nicht. Ich hatte mal Erfolge. Einige. Aber seien wir ehrlich, Erfolge sind nur dann etwas wert, wenn man sie mit jemandem teilen kann.Was gibt es dan noch...? Eigenständigkeit! - Hab ich keine. Während meiner Ausbildung habe ich Schülerstatus, also kein einkommen. Ok, ich bekomme ein Honorar wenn ich referiere, aber das ist ein Taschengeld. Ansonsten fehlt mir die Zeit, um wirklich mal was für mich selbst verdienen zu können. Und von elterlicher Seite aus will ich da gar nicht drüber nachdenken, wir sind froh genug Geld für Lebensunterhalt, Auto und notfällige Eventualitäten zu haben.

Am besten ist es wohl, ich versuche nicht zu sehr über solch abstrakte Dinge wie Glück nachzudenken. Mir fällt sowieso kein passender Ansatz ein, denn im Grunde ist das, was ich mal als Glück bezeichnet hätte hinfällig. Nein, ich denke da nicht mehr nach. Ich versuche es. Stattdessen harre ich wohl besser der Dinge die da kommen, in der Hoffnung es kommt irgendwann mal etwas, das meine Meinung wieder ändert...

16.1.12 23:16

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